
Freundschaft und Zusammenarbeit über eine große Entfernung
Der Verein Fi Bassar wurde im Jahr 2012 gegründet, initiiert von Rali Guemedji, die im Nürnberger Klinikum arbeitet und Menschen aus ihrem Heimatland Togo und aus der Nürnberger Klinik dafür gewinnen konnte, sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrer Herkunftsregion Bassar im Norden Togos einzusetzen. Gesundheit und Bildung sind die beiden zentralen Themen des Vereins, die auch in der Satzung verankert sind. Der Verein sieht sich generell den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) verpflichtet. Seit 2016 bildet eine Klinikpartnerschaft zwischen Nürnberg und Bassar eine maßgebliche Basis für die Arbeit.
Dem Verein ist es gelungen, Förder- und Sponsoringmittel einzuwerben und unter Mitwirkung auch vieler Einrichtungen und Menschen aus Bassar eine Kinderklinik zu errichten – eine Einrichtung, die dringend erforderlich war und die seit ihrer Eröffnung im Jahr 2025 sofort den Betrieb aufnahm und zahlreichen Kindern und ihren Eltern helfen konnte . Diese neue und moderne Kinderklinik ist schon weit über Bassar hinaus bekannt .
Mit dem laufenden Betrieb der Kinderklinik wird weiterhin die fachliche Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg als Klinikpartnerschaft weitergeführt. Ein neues weiteres Projekt auf dem Klinikgelände von Bassar wird ein Klinikneubau für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) um eine große Versorgungslücke zu schließen. Grundsteinlegung wird schon im März 2026 sein möglich sein.
Bei dieser Fülle an Initiativen und fachlichen Entwicklungen gilt es den persönlichen Austausch zwischen den beteiligten Fachleuten zu vertiefen und auch Studierende sowohl aus Togo als auch der PMU, der am Klinikum Nürnberg angesiedelten Paracelsus Medizinische Privatuniversität Nürnberg, einzubeziehen. Die ersten 3 Studierenden der PMU kamen gerade von ihrem Famulatur-Pilotprojekt aus Bassar um wertvolle medizinische und menschliche Erfahrungen und Begegnungen reicher zurück.
Vom 29.01 bis 01.02 hatten wir Besuch von Herrn Etienne Kabassima Bararma-Gnalimba , Direktor der Direktion für Berufsbildung und Ausbildung (DFPA) aus Togo. Während seines Aufenthalts besuchte er das Klinikum Nürnberg Campus Nord, die Berufsschule B11 in Nürnberg, die Berufsschule I in Fürth sowie das Architekturbüro BLAUHAUS. Der Verein plant gerade den 2. Bauabschnitt der Berufsschule in Bassar für die Schreiner- und landwirtschaftliche Ausbildung. In diesem Rahmen fanden zahlreiche interessante Gespräche statt.
Mit Dr. Andreas Becke, dem Vorstand Finanzen und Infrastruktur des Klinikums und dem Direktor der Direktion der Berufsbildung Herrn Etienne Kabassima, der im togoischen Ministerium tätig ist, sitzen hier zwei Entscheidungsträger beisammen, deren Zusammenwirken eine wesentliche Grundlage für die Weiterführung der Partnerschaft bildet .
Am Abend kommen viele Mitwirkende aus Klinikpartnerschaft und Verein zu einem entspannten Austausch mit dem hohen Gast aus Togo zusammen.
Bei der Dimension der Vorhaben des Vereins sind Kontakte in die Politik und zu Entscheidungsträgern auf allen Ebenen wichtig.
Neben den Initiativen zum Aufbau medizinischer Strukturen und Kompetenzen in der Region Bassar hat sich der Verein Fi Bassar von Anbeginn auch für die Verbesserung der Bildungsstrukturen, unter anderem für die Berufsausbildung in der Region eingesetzt. Neben dem bereits seit 2020 in Betrieb gegangen ersten Bauabschnitt des Berufsbildungszentrums für Maurer und Elektriker soll im Frühjahr 2026 die Grundsteinlegung für einen zweiten Bauabschnitt (Landwirtschaft und Holzverarbeitung) erfolgen.
Die Pläne für diese Bauten – wie auch die Pläne für die Kinderklinik – hat das Nürnberger Planungsbüro BLAUHAUS Architekten BDA kostenfrei erstellt. Bei der Bauausführung selbst haben auch Auszubildende verschiedener Berufszweige mit Hand angelegt. Mit Hilfe des Vereins Fi Bassar konnten erfolgreiche Schulabgänger mit Arbeitsmaterial zur Existenzgründung ausgestattet werden.






















